29.03.2026 – Felix Koller
Frühjahrsputz
Die letzten Tage haben wir für einige Pflegearbeiten im Generalspark genutzt. Mit dem Hubsteiger wurden die schwer erreichbaren abgeknickten Äste entlang des Weges entfernt. Außerdem wurden aus einigen der am Eschentriebsterben erkrankten Eschen wertvolle Habitatsbäume. Dafür wurde die Krone eingekürzt und ein Teil des Stammes stehengelassen.
Solch stehendes Totholz ist besonders wichtig für verschiedenste spezialisierte Tierarten, aber in unserer Kulturlandschaft leider oft Mangelware. Viele Käfer und deren Larven ernähren sich vom Holz oder nutzen es als Lebensraum. Wildbienen dienen die entstandenen Gänge und Hohlräume zum Anlegen ihrer Brutgänge. Spechte wiederum bedienen sich an den Larven im Holz und zimmern sich ihre eigenen Höhlen. Aufgelassene Spechthöhlen werden von Meisen und anderen höhlenbrütenden Vogelarten nachgenutzt. Auch Fledermäuse verbringen den Tag in solchen Höhlen oder in Baumritzen. Pilze zersetzen das Holz und machen die darin enthaltenen Nährstoffe wieder verfügbar. Der ökologische Nutzen eines Baumes geht also weit über sein Lebensende hinaus.
Habitatsbaum Nr. 1
Habitatsbaum Nr. 2
Habitatsbaum Nr. 3
Das Schneiden der Habitatsbäume verlangt vollen Körpereinsatz.
Mit dem Hubsteiger wurden die abgeknickten Äste entfernt.
Auch unsere Totholzhecke wurde wieder mit neuem Material gefüttert.
Die prächtige Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea) ist die größte Bienenart in Österreich. Sie bohrt sich ihre eigenen Gänge ins angemorschte, sonnige Totholz.
Ein junger Buntspecht (Dendrocopos major) schaut aus einer Baumhöhle einer abgestorbenen Birke.